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Kirchenchor Geisingen-Heutingsheim
Aktuell:
Ökumenisches Chorprojekt in Freiberg am 12./13. Juni
Mehr als 40 Sängerinnen und Sänger aus Freiberg und Umgebung trafen sich am vergangenen Wochenende im Rahmen eines ökumenischen Chorprojektes zum gemeinsamen Musizieren.
Am Samstag, dem Probentag, waren die Teilnehmer bereits am Vormittag im evangelischen Gemeindehaus in Beihingen bereit, die musikalische Herausforderung anzugehen.
Nach den begrüßenden Worten von Pfarrer Bührer stimmte Frank Schilling in seiner bekannt begeisterungsfähigen Art auf den musikalischen Teil ein. Schnell waren auch vereinzelt eventuell noch vorhandene Zweifel ob des Gelingens des Ganzen verflogen. „Lobe den Herrn, meine Seele“ hieß die Bitte, die Frank durch unsere Stimmen verkündet wissen wollte. Harmonische Gitarrenklänge erleichterten das Erlernen des Stückes für einen in dieser Zusammensetzung zuvor noch nie musizierenden Chor.
Die Leitung des zweiten Teils des Vormittages übernahm Clemens Beyer und das von ihm ausgewählte Stück erforderte ein rasches Umdenken, stand doch nun mit „Sana, Sananina, praise the Lord“ ein Südafrikanischer Gospel auf dem Programm. Rhythmische Präzision und das gute Zusammenspiel der Chorteile waren jetzt gefordert.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen, das vom Gemeindehausteam perfekt hergerichtet wurde, legte Dorothea Hendel mit einer halbstündigen Qigong - Einführung die mentale Basis dafür, dass wir auch den Nachmittag konzentriert überstehen konnten.
Nun setzte sich, nachdem er auch unsere Stimmbänder auf den weiteren Verlauf vorbereitet hatte, Werner Bernhardt an den Flügel. Sein Part war die musikalische Umrahmung des Segens, wofür seine Wahl mit „Herr segne mich“ auf ein wunderschönes, gut zu erlernendes Chorstück fiel. Zu kämpfen hatte er anfangs allerdings mit einer gewissen Zähigkeit im Chor, deren Ursache eventuell in den gefüllten Mägen der Sängerinnen und Sänger begründet lag?
Eine nochmalige Probenrunde im weiteren Verlauf des Tages diente dann der Erarbeitung musikalischer Feinheiten. Zudem kamen wir beim Gospel erstmals in den Genuss der phantastischen Sopranstimme von Sandra Lang-Hempel, sowie der Begleitung von Raphael Schilberth (Bongos) und Frank Schilling (Gitarre), die dem Stück vollends die gewünschte Ausdruckskraft verliehen.
Derart bestens vorbereitet brachten wir das Erlernte am Sonntag im Gottesdienst in der katholischen Kirche St. Maria den zahlreich erschienen Besuchern zu Gehör. Konzentriert und mit großer Begeisterung genossen wir alle den Auftritt. Spontaner Beifall am Ende des Gottesdienstes war der verdiente Lohn für die gemeinsame Arbeit, die, und ich denke ich treffe die Ansicht aller Teilnehmer, unheimlich viel Freude gemacht hat.
Musik als persönliche Bereicherung und Bindeglied in vielen Bereichen – in diesem Sinne wünsche ich mir die Fortsetzung der chorischen Zusammenarbeit hier in Freiberg.
Vielleicht waren Sie ja unter den Gottesdienstbesuchern oder wir haben mit diesen Zeilen Ihr Interesse geweckt? Die Probentermine der verschiedenen Chöre finden Sie hier in den Freiberger Nachrichten. Kommen Sie doch in einer der Proben vorbei – wir freuen uns auf Sie!
Abschließend bedanke ich mich nochmals ganz herzlich bei allen, hier erwähnt oder nicht, die zum Gelingen des Projekts beigetragen haben.
Ulrich Strobel
Möchten Sie einmal in der Gemeinschaft eines Chores singen? Wir freuen uns immer wieder über Verstärkung.
Die Proben finden (fast)immer dienstags zwischen 19:45 Uhr und 21:45 Uhr im Gemeindehaus Geisingen, Gartenstraße 2, statt.
Schauen Sie einfach bei uns vorbei!
Evangelischer Kirchenchor Geisingen-Heutingsheim
Kontakt: Ulrich Strobel (07141/707859)
Zur Einstimmung hier einige Bilder und Berichte aus vergangenen Tagen:
(Ausflug 2007)
Kirchenserenade in St. Maria am 12. Juli 2008

Große Besetzung für „kleine Messe“ vom „kleinen“ Mozart
Auch ohne einen bedeutenden kirchlichen Feiertag war am Samstagabend in der voll besetzten Kirche St. Maria in Freiberg ein Höhepunkt des kirchenmusikalischen Jahresprogramms der Freiberger Kirchengemeinden zu erleben. Gemeinsam musizierten über hundert Musikerinnen und Musiker aller Freiberger Kirchenchöre zusammen mit dem Kammerorchester Freiberg Werke von Wolfgang Amadeus Mozart.
Im Mittelpunkt stand die im Vergleich zu den italienischen Kompositionen seiner Zeit kurz gefasste „Missa Brevis in G-Dur“, die Mozart im Alter von 12 Jahren für eine Aufführung im Kloster der Ursulinen komponiert hatte. Bei der Uraufführung sei auch das Basssolo von einer Schwester der Ursulinen gesungen worden, erläuterte Pfarrer Matthias Wirsching in seinem Gruß zur Einführung in das Programm des Abends. Er dankte insbesondere den Chorleitern, die alle ihren Anteil dazu beigetragen haben, dass ein gemeinsames Chorprojekt nach dreivierteljähriger Planung nun realisiert werden konnte und das Kirchenkonzert die vier Kirchenchöre zu einem Klangkörper vereinte. Über die Ausdauer bei der Probenarbeit, die Sängerinnen und Chorleitern viel Disziplin und Engagement abforderten, hatten sich die Chorleiter außerdem auch persönlich als Solisten eingebracht. Daniel Martinez Corvera, der sonst den Amanduschor dirigiert, hatte in der Missa Brevis den Solopart als Tenor übernommen. Als weitere Solisten waren Antje Schuffert, Sopran, Annelie Sophie Müller, Alt und Heinz Kemmler, Baß, zu hören. Stephan Beckert zeigte als Dirigent des Kammerorchesters sowohl in der Instrumentalbegleitung des Chores als auch bei der Salzburger Symphonie und den Kirchensonaten des instrumentale Rahmenprogramms eine in Klang und Tempo hervorragende Darbietung, die vom Publikum mit Applaus aufgenommen wurde. Der Chorleiter des evangelischen Kirchenchores Geisingen–Heutingsheim, Fabian Wöhrle, spielte an der Orgel besonders im solistischen Teil der Kirchensonate, begleitet vom Kammerorchester virtuos und mit wunderbarer Leichtigkeit. Clemens Bayer, Chorleiter des katholischen Kirchenchores, hatte diesmal die schwere Aufgabe der Gesamtleitung übernommen und dirigierte beim Konzert die Stimmen seines Chors zusammen mit beiden evangelischen Kirchenchören und den Sängerinnen und Sängern des Bezirkschors der Neuapostolischen Kirche. Dem großen Chor ist es so gelungen, mit allen Stimmen gemeinsam den hohen Raum der Kirche mit beeindruckendem Klang zu füllen.
Als Kirchenserenade war das Gemeinschaftskonzert der Freiberger Kirchenchöre im Vorfeld angekündigt worden. „Eine Serenade – das ist eigentlich ein ‚Ständchen’“, erläuterte Pfarrer Andreas Szczepanek in seinen Dankesworten zum Schluss. Nun hat diese Serenade dem Publikum viel gegeben. „Wir sind sehr bereichert“, sagt Szczepanek im Namen der Beteiligten und der Zuhörer. Doch zugleich war die Serenade auch ein „Ständchen für den lieben Gott.“ Das Wort Serenade hängt zusammen mit dem Italienischen „sereno“, was so viel wie „gelassen, heiter, mit innerer Ruhe“ bedeutet. Szczepanek wünscht sich diese Haltung auch für das ökumenische Miteinander in Freiberg. Er zitiert zum Schluss die letzten Worte der lateinischen Messe, mit denen der Gesang des Chores verklungen ist: Gib uns Frieden – „Dona nobis pacem. – Das wird noch lange nachklingen in uns.“
Stephan Mühlich
– Gedanken eines Sängers
Noch wenige Stunden trennen uns vom großen abendlichen Auftritt. Letzte Vorbereitungen in der Arche füllen den Vormittag – dann am Nachmittag Gedränge auf dem Parkplatz, warten, bis wir, ohne die Hochzeitsgesellschaft allzu sehr zu stören, die Kirche betreten können. In Windeseile, mit inzwischen geübten Handgriffen, die „Bühne“ herrichten und zur Generalprobe Aufstellung nehmen. Alles klappt soweit ganz gut, und doch bleibt ein Rest Ungewissheit, wie der Abend wohl verlaufen wird, ob auch an alles gedacht wurde?
Nach einer letzten Pause warten wir jetzt konzentriert und auch mit etwas Lampenfieber darauf, das Ergebnis wochenlangen Probens präsentieren zu dürfen. Immer mehr Zuschauer füllen die Bänke und schließlich bietet sich das Bild einer nahezu komplett gefüllten Kirche.
Endlich geht es los: den einführenden Worten von Pfarrer Wirsching folgt Mozarts Salzburger Symphonie in D-Dur, hervorragend dargeboten vom Kammerorchester Freiberg/N unter der Leitung von Stephan Beckert. Der Chor nützt die Zeit, um zur Ruhe zu kommen und sich mental auf seinen Auftritt vorzubereiten.
Zusätzlich motiviert von der überwältigenden Besucherzahl geben wir unserer Bestes und versuchen, uns an möglichst viele Details aus den Proben zu erinnern. In harmonischen Zusammenspiel mit den Solisten, der Orgel und dem Kammerorchester gelingt es uns unter der Leitung von Clemens Beyer, dem Publikum eine, nach unserer Einschätzung, hervorragende Interpretation der Missa Brevis in G-Dur von W.A. Mozart zu Gehör zu bringen.
Lang anhaltender Beifall und durchweg positive Kritik im Anschluss bestätigten uns, dass wir mit dem Projekt, das neben dem musikalischen Aspekt auch den ökumenischen Gedanken und die zwischenmenschliche Begegnung zum Ziel hatte, richtig gelegen sind. Dies wird auch von Pfarrer Szczepanek in seinem Schlusswort noch einmal betont, ehe er im Namen der Chöre alle Anwesenden zum gemütlichen Ausklang in die Arche einlädt. Gefreut hat uns, dass das Angebot, bei kühlen Getränken und selbst gefertigten Speisen den Abend Revue passieren zu lassen, ebenfalls sehr gut angenommen wird.
Trotz aller Mühen und des organisatorischen Aufwandes überwiegen doch die positiven Erfahrungen der gemeinsamen Arbeit und es besteht der allgemeine Wunsch, das Begonnene fortzuführen.
Ulrich Strobel
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